Jugendworkshop Münnerstadt, März 2016, Rathaus Münnerstadt

„Sag uns deine Meinung!“ So lautete die Headline in der Einladung, die alle zwölf bis 17 Jahre alten Jugendlichen Münnerstadts und der Ortsteile erhalten haben. Das Angebot: Kommt am Samstag, den 5. März, ins Rathaus Münnerstadt und sagt uns, was euch fehlt. Was wünscht ihr euch? Wollt ihr mitreden und mitbestimmen, wenn ja wie? Wo und wie wollt ihr euch treffen? Was wollt ihr in eurer Freizeit tun? Das alles sind Fragen, denen beim Jugendtreffen am Samstag nachgegangen werden soll. Ein Angebot von Bürgermeister Helmut Blank und des Jugendbeauftragten Klaus Schebler, die dafür die Unterstützung des Stadtrates haben. Eine weitere wichtige Abfrage betrifft die geplanten WLAN-Hotspots, von denen bis 2020 insgesamt 10.000 bayernweit entstehen sollen und jede Kommune zwei kostenfrei errichten kann. „Unser Angebot ist“, verspricht Bürgermeister Helmut Blank, „dass die Jugendlichen am Samstag Vorschläge für den Stadtrat festhalten können, wo solche kostenlosen WLAN-Hotspots in Münnerstadt hinkommen sollen.“ Und so geschah es auch. Vielen Themen wurden besprochen.

43 Jugendliche aus Münnerstadt und den Ortsteilen fanden den Weg ins Rathaus. Bürgermeister Helmut Blank und Landrat Thomas Bold haben Grußworte gesprochen, und die Jugendlichen dazu ermutigt für Ihre Wünsche und Interessen in ihrer Heimatstadt einzutreten und sich zu engagieren. Die meisten haben von 10 bis 16 Uhr im Rathaus ausgehalten und ihre Wünsche formuliert. Zwischenzeitlich wurde sogar im Sitzungssaal der Stadtrat simuliert. Gegen Mittag gab es eine Ortsbegehung bei der einige Leerstände und der Jugendraum besichtigt wurden.

Die Ergebnisse:

– Der Jugendraum soll ein Gesicht bekommen, regelmäßige Öffnungszeiten haben: idealerweise auch am Wochenende und in den Ferien, es sollen verschiedene Altersstufen dort sein können: Hier wird sich ein Arbeitsteam nach den Osterferien wieder treffen: Dann wird über die Schulen und sozialen Netzwerke eingeladen. Es sollen auch diejenigen eine Chance bekommen, mitzumachen, die am Samstag nicht kommen konnten (Tag der offenen Tür am Gymnasium Münnerstadt).

– Es gibt einen Leerstand, den die Jugendlichen favorisieren. Hier wollen einige Kontakt mit den Eigentümern aufnehmen. Es gab tolle Ideen, was in so einem Leerstand alles realisiert werden kann (Freizeit verbringen, Hausaufgaben machen, selber Kochen, Essen & Getränke/Selbstgebackenes verkaufen, eine Tauschbörse für Nachbarschaftshilfen organisieren, etwas handwerkliches herstellen und verkaufen, von dort aus einmal jährlich ein Festival organisieren)

Finanziert werden könnte das durch zunächst Unterstützung der Stadt, Spenden, Flohmarkteinnahmen, Einnahmen aus dem Verkauf von selbst hergestelltem und kleinen Helfer-Arbeiten sowie eine Vereinsgründung (Mitgliedsbeiträge): Auch hier soll es ein zweites Treffen geben mit all denen, die dabei weiter aktiv sein wollen.

– Es gab den Wunsch nach regelmäßiger Mitsprache: Die Idee ist ein Expertenteam zu wählen, dass einmal im Quartal vom Stadtrat gehört werden soll.

– Es gab den Wunsch nach regelmäßiger Information über die Angelegenheiten der Stadt/ der Jugend: z.B. über eine Infoseite auf der HP der Stadt: Das wird gemeinsam mit dem Jugendbeauftragten weiter verfolgt

– Und es gab viel, viel Input über Angebote, die noch fehlen: Kinoabende, Disco, Verantwortung für Tiere übernehmen, einen Platz an der Lauer gestalten, etliche sportliche Aktivitäten, etwas im Freien selbst bauen, Mitsprache beim Ferienprogramm, …

Auch diese Ideen sollen weiter verfolgt und je nach Priorisierung der Jugendlichen bei einem nächsten Treffen angegangen werden.

– Weiter Jugendversammlungen folgen (Je nach genannten Arbeitsschwerpunkten). Dann sind die Themen durch den letzten Samstag schon vorsortiert und können zielgenauer verfolgt werden.

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Jugendrat Geroda-Platz gegründet, März 2016, Rathaus Geroda

36 Jugendliche waren in das Gemeindehaus Geroda gekommen. Bürgermeister Alexander Schneider begrüßt die Jugendlichen und das Projektmanagement Demographie, Frau Rink. Es gab einen Austausch zu Wahlperiode, Mitgliederzahl und Namensgebung der Jugendvertretung. Anschließend wurde ein Wahlausschuss gebildet. Der bestand aus dem Bürgermeister und den beiden Jugendbeauftragten (Thilo Schneider, Ralph Regus). Schließlich kam es zur Wahl der Jugendvertretung. Dazu machten die Jugendliche Namensvorschläge per Handmeldung. 11 Namen wurden vorgeschlagen. Anschließend wurden per geheimer Wahl neun Jugendliche in die Jugendvertretung gewählt. Als Titel einigte man sich auf den Namen “Jugendrat Geroda-Platz”. Der Bürgermeister schlug einen Sitzungs-Turnus alle 6 – 9 Wochen vor – passend zur Gemeinderatssitzung alle 3 Wochen. Das bedeutet eine Woche vorher können Anträge für den Gemeinderat angefertigt werden. Der Jugendrat selbst seine Treffen selbst festlegen. Dazu wollen die Jugendlichen eine App-Gruppe bilden. Quartalsmäßig wird der Jugendstammtisch vom Bürgermeister via persönlicher Einladung angeschrieben. Das soll als Forum dienen zur Meinungsabbildung – quasi als Infos für den Jugendrat. Die Jugendbeauftragten und der Bürgermeister kommen ggf. in die Jugendratssitzungen dazu, falls die Jugendlichen Experten konsultieren möchten und um Themen aus dem Gemeinderat auf Relevanz für Jugendrat hin zu prüfen. Die Sitzungen des Jugendrates sollen im Rathaus stattfinden, dort wo sich auch der Gemeinderat trifft.

 

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Vortragsreihe “Zuhause daheim”

Auftakt der Veranstaltungsreihe – Großes Besucherinteresse zum Start – Fortsetzung folgt!

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Die Frage, wie es sich gut leben lässt im Alter, treibt offenbar auch viele Menschen im Landkreis Bad Kissingen um. Denn groß war das Interesse beim Start der Vortragsreihe Zu Hause daheim – Wohnen im Alter. Frauen wie Männer waren am 01. Dezember 2015 in das Mehrgenerationenhaus Bad Kissingen gekommen, um sich über die Möglichkeiten eines selbstbestimmten Lebens im Alter zu informieren. Denn: In einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft ist es wichtig, sich darüber Gedanken zu machen, wie Menschen auch im Alter ihr Leben selbst bestimmen können. Dabei wünschen sich die meisten Menschen, in ihrem eigenen Zuhause bleiben zu können. Das stellt in vielen Gesprächen auch Antje Rink fest, die das Projekt „Demographie“ des Landkreises Bad Kissingen betreut. Leider sind gerade ältere Häuser und Wohnungen in den Ortskernen häufig nicht altersgerecht. Das ist die Baustelle von Dorothee Schmitt, die sich im Rahmen des Projekts „Mitten im Ort“ um die Innenentwicklung im Landkreis kümmert. Gefördert werden die Projektmanagements durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat.

Um für beide Herausforderungen Lösungen anzubieten, haben sich die Projektmanagerinnen zusammengetan. Herausgekommen ist die Vortragsreihe Zu Hause daheim – Wohnen im Alter, die nun in Bad Kissingen begonnen hat: Drei Fachvorträge boten eine gelungene Mischung aus verschiedenen Themen rund um das Wohnen im Alter. Architekt Albrecht G. Walther stellte den Zuhörern alternative Wohnformen vor. Nicht schlecht staunten viele über die innovativen Möglichkeiten, die von der „sozialen Landwirtschaft“, quasi Seniorenwohnen auf dem Bauernhof, bis zum „Smart House“ im eigenen Garten reichten. Kleine technische Helferlein, die den Alltag von alleinlebenden Senioren vereinfachen, präsentierte Dr. Asarnusch Rashid vom Zentrum für Telemedizin Bad Kissingen. Abgerundet wurde die Veranstaltung von Architekt Armin Kraus, der Möglichkeiten zum barrierefreien Umbau aufzeigte. Dabei muss es nicht immer die komplette Sanierung sein. Auch Kleinigkeiten können den Alltag wesentlich erleichtern: Glasböden in Regalen lassen z.B. von unten erkennen, was sich im Fach befindet. Das erspart langes Suchen.

Die Resonanz auf die Veranstaltung war durchweg positiv, freuten sich die beiden Projektmanagerinnen. Ein Grund mehr, die Vortragsreihe im nächsten Jahr fortzuführen. Dann findet „Zu Hause daheim – Wohnen im Alter“ am 25. Februar 2016, um 18 Uhr, in der Georgi-Kurhalle in Bad Brückenau statt. Es folgen Maßbach, Hammelburg, Bad Bocklet und im November 2016 Münnerstadt.