Wildflecken – Mutig den Hindernissen ins Auge blicken!

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Auf Initiative der Kreuzbergallianz und von Bürgermeister Kleinhenz fand am Dienstag, 23.05.2017 von 09.30 Uhr bis 12.30 Uhr eine Ortsbegehung in Wildflecken statt. Bei bestem Wetter gingen die Teilnehmer die Route durch die City von Wildflecken ab.

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Dazu die Berichterstattung in der Presse von MARION ECKERT:
“Den eigenen Ort einmal mit anderen Augen wahrnehmen, bewusst auf die Barrierefreiheit achten, das war das Anliegen der Ortsbegehung mit Bürgermeister Gerd Kleinhenz, den die beiden Seniorenbeauftragen des Marktes Wildflecken, Gabriele Rüttiger und Nicole Müller, sowie Vertreter der Kreuzbergallianz, Antje Rink vom Projektmanagement “Demographie” am Landratsamt Bad Kissingen und Helmut Beck (Seniorenbeirat der Stadt Bad Kissingen und Berater für Barrierefreiheit) organisiert hatten.”
–> Den vollständigen Artikel in der Saalezeitung finden Sie hier

Themen, die bewegen

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Vernetzung und Austausch in der Seniorenarbeit – Erstes Treffen der Seniorenbeauftragten im Landkreis

Wo bekomme ich Unterstützung im Haushalt? Wie kann ich meine Wohnung oder mein Haus altersgerecht gestalten? Wie reagiere ich richtig, wenn meine Eltern plötzlich vergesslich werden. Woran erkenne ich, ob Freunde oder Angehörige noch selbständig wohnen können? – Solche und ähnliche Fragen bekommen Seniorenbeauftragte häufig gestellt – sei es von den Betroffenen selbst oder von deren Angehörigen. Die Aufgaben, mit denen Seniorenbeauftragte betraut sind, sind also äußerst vielfältig.
Häufig stehen Beauftragte für die Seniorenarbeit vor der Frage: Wie berate ich gut und richtig und wo gibt es weitere Anlaufstellen im Landkreis? Um sich über diese und andere Fragen auszutauschen, und um Expertenmeinungen zu hören, waren am Freitag mehr als 40 Beauftragte für die Seniorenarbeit in den großen Sitzungssaal des Landratsamtes gekommen – darunter Beauftragte der Gemeinde- und Stadträte sowie der Pfarreien und Verbände. „Ihre Anliegen und Bedürfnisse in der Seniorenarbeit sind wichtig und sollen wahrgenommen werden. Gemeinsame Lösungsansätze können so zur Attraktivität und Herzlichkeit des Landkreises Bad Kissingen beitragen.“, hatte Landrat Thomas Bold in seiner Einladung geschrieben. Und auch wenn er am Treffen selbst terminlich verhindert war, so zeigt sich Kissingens Landrat überzeugt: „Die Überlegungen, die wir heute gemeinsam anstellen, können auch für künftige Generationen eine große Hilfe sein.“

 

Antje Rink vom Projektmanagement Demographie des Landkreises erläuterte zunächst das Ziel des Treffens: „Die Anliegen und Bedürfnisse der Beauftragten für die Seniorenarbeit sind wichtig und sollen wahrgenommen werden. Bei einem solchen Vernetzungstreffen können gemeinsam Lösungsansätze gefunden werden, denn zufriedene Ehrenamtliche tragen wiederum zur Attraktivität und Herzlichkeit des Landkreises Bad Kissingen bei.“

Der fachliche Input kam zum einen von Bettina Wurzel, Wohnberaterin und kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Bayreuth zu den „Möglichkeiten der ehrenamtlichen Wohnraumberatung in der Gemeinde“. Zum anderen sprach Daniela Wehner von der Fachstelle für pflegende Angehörige in Bad Kissingen über „Demenz als Thema in der Seniorenarbeit“.

 

Schon während der Vorträge kam es zum Austausch über Erfahrungen, Sorgen und Nöte in der Arbeit mit Senioren. Zum Beispiel wünschten sich viele der Beauftragten mehr Wissen über ihre rechtliche Situation und wie sie mit grenzwertigen Erlebnissen umgehen können. Nach einer kurzen Pause wurden weiterhin Zukunftsthemen in der Seniorenarbeit besprochen sowie hilfreiche Tipps und Herausforderungen in der täglichen Arbeit. Zum Schluss zeigten sich die Teilnehmer zufrieden mit der Veranstaltung und wünschten sich weitere Treffen. „Ich wusste gar nicht, wie viele fleißige Leute in meiner Umgebung mit Seniorenarbeit beschäftigt sind.“ Sagte eine Teilnehmerin aus Münnerstadt. Die nächste Zusammenkunft ist für Herbst angesetzt.

 

KompetenzNetzwerk Demenz – 2. Treffen

40 Teilnehmer waren anwesend. Was angesichts des Deutschlandsspiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft ein gute Anzahl war. Davon haben 30 Akteure die Kooperationsvereinbarung vor Ort unterzeichnet.

Antje Rink, vom Projektmanagement Demographie informierte über den Stand der Bewerbung um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz. Abschließend stellte Frau Rink kurz die sich abzeichnende Organisationsstruktur des Netzwerkes vor, bestehend aus Steuerungsgruppe, Arbeitsteams und Forum (Basis: alle Akteure). Entsprechend der Fragebögen-Rückläufe und der Austausche beim ersten Netzwerktreffen waren vier Themengebiete auf Pinnwänden vorbereitet: Veranstaltungen; Information; Überleitungsmanagement; Öffentlichkeitsarbeit. Hier ordneten sich die Akteure selbst zu. Jedem Team haben sich schließlich zwischen 6 und 12 Akteure zugeordnet. Außerdem ist in jedem Team auch ein Mitglied der Steuerungsgruppe vertreten (Sabine Hein/Verwaltungsdirektorin Capio-Klinik: Überleitungsmanagement; Monika Dürr/ Fachstelle für pflegende Angehörige: Information/Infomaterial; Daniela Wehner/Fachstelle für pflegende Angehörige: Veranstaltungen; Antje Rink/Projektmanagement Demographie: Öffentlichkeitsarbeit/PR). Das Ergebnis waren erste Zielformulierungen und mögliche Maßnahmen. Die Erstellung von Arbeitsprotokollen und Verteilern erfolgte schließlich teamintern. Alle Teams haben sich für September zu separaten Treffen verabredet. Das nächste Netzwerktreffen wurde für Mittwoch, 09.11.2016, 16 Uhr, Kursaal Bad Bocklet vereinbart. Wer Interesse hat, dem Netzwerk beizutreten, kann dies auf kurzem Wege tun: per Email: Antje.rink@kg.de oder sabine.hein@de.capio.com.

 

 

 

Wohnen für Menschen mit Demenz – 4. Netzwerktreffen voller Erfolg

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Sicherheit und Selbstvertrauen – Demenzsensible Architektur als Mittel zum richtigen Umgang mit Demenzkranken 

Fachvortrag begeistert beim 4. Treffen des KompetenzNetzwerk Demenz

Seit einem knappen dreiviertel Jahr arbeiten die Akteure im KompetenzNetzwerk Demenz daran, die Situation von Menschen mit Demenz und ihrer pflegenden Angehörigen im Landkreis zu verbessen. Gestern (Mi., 03.05.2017) trafen sich die Netzwerkakteure zum vierten Mal. In der Georgie-Kurhalle in Bad Brückenau wurden sie vom zweiten Bürgermeister Jürgen Pfister herzlich begrüßt, um sich anschließend neben dem gemeinsamen Austausch speziell dem Thema demenzsensible Architektur zu widmen.

Eigens dafür war die auf das Thema spezialisierte Architektin und Hochschuldozentin Dr. Ing. Birgit Dietz angereist. Mit Beispielen und mit Material zum Ausprobieren veranschaulichte die Referentin die Bedeutung einer demenz- und alterssensiblen Gestaltung stationärer und ambulanter Einrichtungen. Hören, Sehen, Riechen, Schmecken, Tasten – erst die Kombination aller Sinne mache die Umwelt erfahrbar, führte Frau Dr. Dietz aus und ergänzte: „Und erst, wenn wir uns in unserer Umwelt zurecht finden, fühlen wir uns auch sicher.“ Dieses Sicherheitsempfinden sei für alle Menschen wichtig, wirke sich aber bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen wie eine Demenzerkrankung besonders stark aus. „Wir sollten darüber nachdenken, ob die Weglauftendenz von Menschen mit Demenz nicht oft das Bedürfnis ausdrückt, die Umgebung zu erkunden.“ gab die Dozentin zu bedenken. Möglicherweise handele es sich hierbei gar nicht um ein Weglaufen, sondern vielmehr um ein Suchen – ein Suchen nach der inneren Landkarte. Gebannt hörten die gut 40 Teilnehmer zu und konnten in der Pause sogar die Wirkung von Farbe und das eingeschränkte Sehen austesten. Es gelte Lösungen dafür zu finden, dass das Sehen, Hören und Riechen im Alter nachlasse und dafür der Tastsinn an Bedeutung zurückgewinnt, so die Referentin.

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Neben dem fachlichen Input tauschten sich die Netzwerkmitglieder über die Ergebnisse in den Arbeitsteams aus. Dazu gehörten das fertiggestellte Logo, sowie die Veranstaltungsplanung und die Vorstellung des neuen Informationsflyers als auch der erarbeitete Überleitungsbogen. Letzteren bekamen die Teilnehmer via USB-Stick ausgehändigt.

Es wurden die weiteren Schritte besprochen, wie beispielsweise die Eröffnung der Wanderausstellung Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz im Herbst und die Fertigstellung der geplanten Facebook-Seite.

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Bis zum nächsten Netzwerktreffen im Sommer, treffen sich nun die drei Arbeitsteams Öffentlichkeitsarbeit/PR, Veranstaltung und Information regelmäßig im kleinen Kreis. Wer sich im KompetenzNetzwerk Demenz engagieren möchte kann gerne Kontakt aufnehmen mit der zuständigen Ansprechpartnerin Frau Rink, Tel.: 0971/801 5201.

Hintergrundinfo: Das KompetenzNetzwerk Demenz für den Landkreis Bad Kissingen wurde im April 2016 gegründet. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit Mitteln aus dem Programm Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz. Aktuell sind gut 50 Akteure im Netzwerk aktiv. Sie bestehen aus Akteuren der ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen, der Beratungsstellen sowie Vertretern der Kommunen (Seniorenbeauftragte), Kirchen und Verbände. Träger ist der Landkreis Bad Kissingen, Ansprechpartnerin Antje Rink, Projektmanagement Demographie des Landkreises Bad Kissingen.

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Jugendliche kommen zu Wort

2. Jugendversammlung in Münnerstadt – Start der online-Beteiligung:

“Ein Fest nur für die jungen Menschen in Münnerstadt veranstalten? Eine Aktionsfläche, auf der du dich austoben kannst nach Herzenslust? Oder mit Tablet und Smartphone Nachrichten aus Münnerstadt verbreiten? Deine Ideen und deine Lust auf’s Mitmachen sind gefragt. Mach mit und bestimme mit beim Jugendtreffen am Freitag, 7. April 2017, 15:00 Uhr bis ca. 18:00 Uhr, in der Aula des Schönborn-Gymnasiums Münnerstadt, Dr.-Ortloff-Weg 1. (Für Hin- oder Rückfahrt ist gesorgt, falls du eine Fahrgelegenheit brauchst.) Es begrüßen dich herzlich der Bürgermeister und der Jugendbeauftragte der Stadt Münnerstadt sowie die neuen Gemeindejugendpfleger René Felcht und Manuel Müller. Für Verpflegung ist gesorgt.”

So lautete die Einladung, die alle 12 – 19-Jährigen aus Münnerstadt bekommen haben. 630 Einladungen wurden verschickt. Gut 25 motivierte Jugendliche kamen, um sich einzubringen:

Es war eine kreative und intensive Arbeitsphase. Um ein Mädchen zu zitieren „Ich hab grad voll Spaß an dem Thema.“

Der Bürgermeister war bis zum Schluss anwesend und hat von den Jugendlichen Tipps bekommen, wie der Stadtmarkt wieder spannender gestaltet werden könnte (Wasserbomben-Stand, Henna-Malen, Vereine stellen sich mit Aktionen vor, Kinderbetreuung/-angebote, einfaches online-Anmelden eines Standes.). Eine Idee, ein Kinderbastelstand, wurde sofort am Sonntag umgesetzt:

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WP_20170409_15_11_29_ProDie Ergebnisse der Jugendversammlung sind:

Thema Fest für junge Menschen:

  • Es soll ein mehrtägiges Festival geben im kommenden Juni (Pfingstferien 2018), für Kinder/Familie (Samstag) und Jugendliche (Sa-So), mit Zelten, auf dem Zeltplatz, Musik, Grillen und Lagerfeuer, im Vorfeld soll es eine Spendensammlung geben und ggf. wird etwas verkauft, mit dem man Einnahmen erzielen kann, diese sollen anteilig einem guten Zweck und dem Jugendraum zugutekommen, Flyer und Plakate sollen das Fest u.a. bewerben.
  • Dafür gibt es einen „Probelauf“: ein eintägiges Fest in diesem Jahr: ggf. in den Sommerferien: mit Grillen, Party und ggf. Spendensammlung.
  • Es gibt eine Projektgruppe aus fast 10 Jugendlichen: Treffpunkt nächsten Donnerstag Jugendraum, 18.45 Uhr: Weitere Planung Fest in diesem Jahr.
  • Die Projektgruppe trifft sich im Jugendraum so lange, bis ein Raum gefunden wird, der sich besser zur Planungsarbeit eignet.

Thema Aktionsfläche:

  • Momentan werden drei Leerstände in der Innenstadt eruiert/ angefragt bei den Besitzern zur Vermietung für die Jugendarbeit.
  • Unter Aktionsfläche verstehen sie folgende Möglichkeiten: Rathaus für Kinder, Werkstätte, soziale Projekte, Recycling / Sachen Bauen; Verkauf/ Stände, Rathaus für Kinder, Sportraum, Jugendraum.
  • Die Jugendlichen würden dort folgendes gerne tun: Basteln, Backen, Bewerbungen, Ideenschmiede, Graffitti, Unterhalten, Musik machen, Backen, Themen ausarbeiten à Festival „jung voll gut“ oder Floß bauen, Brettspiele, Zeichnen, Aufklärung (Drogen/Alkohol), Selbstgemachtes verkaufen…
  • Es hat sich eine Projektgruppe gebildet, die sich via WhatsApp verabredet, um einen Leerstand zu bekommen (zuständig Manuel Müller).

Thema Stadtentwicklung:

  • Bei der Frage, wie müsste die Stadt aus der Sicht der Jugendlichen aussehen? Kamen folgende Antworten: Bekleidungsgeschäfte, bezahlbare Wohnungen, Schwimmbad mit Zeiten für Mädchen, Kino, Fitness-Studio, Straßenlampen, Jugendkaffee im Bahnhofsgebäude, geschichtliche Aufarbeitung Münnerstadts in einem Museum, bessere Anbindung der Radwege und Fußgänger, Spielplatz am Karlsberg abbauen und dafür Bolzplatz, Hallenbad, Kino.
  • Statt Kino: Filmvorführungen: Für das Kino konnten die Stadtjugendpfleger René Felcht und Manuel Müller gleich Vorschläge machen: Es soll im Jugendraum künftig regelmäßig Filmvorführungen im Jugendraum geben. Die Jugendlichen können dazu zu den Öffnungszeiten (Dienstag-, Donnerstag- und Freitagnachmittags, Am Hafenmarkt, Unter der Musikschule –> Treppe in den “Keller”) in den Jugendraum kommen und die Wünsche und Termine besprechen (Die Stadt bezahlt jährlich Gebühren, um Filme öffentlich vorführen zu dürfen.).

Thema Nachrichten aus Münnerstadt aus der Sicht der Jugendlichen:

  • Jugendliche gestalten eine Seite im nächsten Münnerstädter Stadtblatt (das bisher zweimal erschienen ist).
  • Dafür hat sich eine Projektgruppe gebildet, die sich über WhatsApp verabredet.
  • Je nach Wachstum der Projektgruppe, ist dann ein Stadtblatt aus der Hand eines jugendlichen Redaktionsteams denkbar, oder eine online-Zeitung mit ausgewählten Artikeln im gedruckten Stadtblatt à das wird sich dann entwickeln müssen.

Zum Schluss wurde allen Anwesenden die online-Plattform erklärt, mit der die Jugendlichen Münnerstadts einfach via Smartphone und Tablet ihre Stimme zu verschiedenen Fragen abgeben können.

Hier geht’s zum Beitrag von TV-Touring.

Hier geht’s zum Artikel in der Saalezeitung.

 

Von Senioren-WGs, Treppenliften und dem Enkeltrick

Vortrag Roland Schmied Vortrag Bernhard Schlereth Austausch in der Pause

Neue Vortragsreihe startet mit Erfahrungsberichten

Über beiden Schultern hängen Einkaufstüten und dann soll man auch noch mit zwei Krücken die Treppe hoch? Wenn man Pech hat, bieten gerade in diesem Augenblick diebische Betrüger Hilfe an, um in die Wohnung zu kommen und Wertsachen zu entwenden. Vielleicht gibt es doch eine passende Alternative zum angestammten Zuhause? – Das Wohnen im Alter ist nicht ganz einfach und stellt viele Menschen vor neue Herausforderungen. Hilfestellung für Senioren und deren Angehörige bietet die Vortragsreihe „Zuhause daheim“, die von den Projektmanagements „Demographie“ und „Mitten im Ort“ des Landkreises Bad Kissingen angeboten wird und gestern (16.03.17) ihren Auftakt in Oerlenbach hatte. „Das Thema Wohnen im Alter – zu Hause daheim“ ist wichtig, stellte auch Bürgermeister Franz Kuhn fest, der die Zuhörer im Seniorenhaus Kramerswiesen begrüßte. Gleichzeitig bedankte er sich beim Landratsamt für die Initiative zu der Veranstaltungsreihe. „‘Zuhause daheim‘, soll heißen, sich dort wohlzufühlen – wo man gerade wohnt – eben ‚wie zuhause‘. Das kann auch in einer Wohngemeinschaft, einem betreuten Wohnen oder einem Mehrgenerationenwohnhaus sein.“, stellte Antje Rink vom Projektmanagement Demographie fest, weshalb sich auch Wohnformen wie die ambulant betreute Senioren WG in Bad Kissingen vorstellen.

Bei der Vortragsreihe „Zuhause daheim – Tipps zum Wohnen im Alter“ stehen vor allem Erfahrungsberichte zum Thema Barrierefrei Umbauen, Sicherheit und Wohnformen im Vordergrund. In jeder der insgesamt sechs Veranstaltungen wird eine alternative Wohnform vorgestellt, noch dazu gibt es jeweils einen Erfahrungsbericht von Menschen, die ihre Wohnung oder ihr Haus selbst barrierefrei umgebaut haben. An allen sechs Orten mit dabei ist Roland Schmied von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle, der interessante Sicherheitstipps parat hat – zum Beispiel zum Thema Enkeltrick, Schockanrufe, Haustürdiebe und betrügerische Gewinnversprechen.

In Oerlenbach bekamen die Besucher Einblicke, wie eine ambulant betreute Wohngemeinschaft funktioniert. Man müsse sich das wie eine Art Studenten-WG vorstellen, erläuterte Thomas Eichhorn von der „Kissinger Sonne“. Eine „ambulant betreute Senioren-WG“ verbinde häusliches Wohnen mit der Betreuungssicherheit einer stationären Einrichtung – Auch er meint: „Zuhause daheim“, das können auch gemietete vier Wände sein, wie in einer Senioren-WG. Hier stehe das selbstbestimmte Wohnen im Vordergrund, so der Referent von der Kissinger Sonne: Welchen Pflegedienst wähle ich? Wann stehe ich auf? Was möchte ich heute essen? All das kann der Bewohner – oder wenn nötig ein Angehöriger – selbst entscheiden. Wer jedoch nicht gerne in Gemeinschaft wohnt, der solle sich vielleicht lieber nach einer anderen Wohnform umschauen. Den Part „barrierefreies Umbauen“ übernahm Bernhard Schlereth, Behindertenbeauftragter der Stadt Bad Kissingen und selbst Betroffener. Der Rollstuhlfahrer konnte aus eigener Erfahrung berichten, welche Tricks es gibt, um das eigene Zuhause alters- oder behindertengerecht umzugestalten. In einem Rundgang vom Hauseingang durch Bad, Küche und Schlafzimmer zeigte er, wie das Wohnen „mit Handicap“ angenehmer werden kann.

Nach einer kleinen Pause fesselte die Zuhörer schließlich Roland Schmied von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle mit seinem Vortrag zum Thema: „Senioren im Visier der Diebe und Betrüger“. Dabei fühlte sich auch so mancher junge Mensch angesprochen, um vielleicht in Zukunft beim Einkaufen ein wachsameres Auge auf seinen Geldbeutel zu haben. Der Experte schärfte anschaulich das Gespür für die vielfältigen Maschen der Betrüger: Enkeltrick, Schockanrufer am Telefon oder falsche Gewinnversprechen. Auch an der Haustür lauern Gefahren und vor Taschendieben sollte man sich nicht nur in Großstädten in Acht nehmen.

Wer sich die Tipps von Roland Schmied sowie weitere Wohnformen und Erfahrungsberichte zum barrierefreien Umbau anhören möchte, ist herzlich eingeladen, einen (oder mehrere) der weiteren Infoabende zu besuchen, die jeweils um 18:00 Uhr beginnen:

  • 11.05.2017, Pfarrheim Rannungen
  • 20.07.2017, Mehrgenerationenhaus Bad Kissingen
  • 28.09.2017, Gemeindezentrum Riedenberg
  • 19.10.2017, Haus erLebenskunst Ramsthal
  • 09.11.2017, Pfarrsaal Oberthulba

 

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Weitere Infos lesen Sie vor den Veranstaltungen in Ihrer Zeitung oder Sie wenden sich an die Projektmanagerinnen Antje Rink (0971/801-5201) bzw. Dorothee Schmitt (0971/801-5192).

“Zuhause daheim” Start der neuen Veranstaltungsreihe

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Das Thema „Wohnen im Alter“ bewegt – gerade in einer zunehmend älter werdenden Gesellschaft. Das zeigte die große Resonanz auf die Vortragsreihe „Zuhause daheim“, die bereits im letzten Jahr Tipps gab, wie es sich so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben lässt.

Jetzt startet die Reihe nun in die nächste Runde: mit neuen Themen und an neuen Orten. Insgesamt sind sechs Veranstaltungen geplant. Los geht es heute, am Donnerstag, 16.03.2017 im Seniorenhaus, Kramerswiesen 2 in Oerlenbach. Beginn ist 18:00 Uhr, die Veranstaltung ist kostenfrei und ohne Voranmeldung.

Dieses Jahr steht die Praxis im Fokus: Es wird viele Erfahrungsberichte und Beispiele geben rund um das Thema „Wohnen im Alter“ geben. Bauherren informieren aus erster Hand über ihre Erfahrungen mit dem barrierefreien (Um-) Bauen und geben wertvolle Tipps mit auf den Weg. Betreiber alternativer Wohnformen stellen sich und ihre Wohnform vor und berichten über deren Umsetzung. Außerdem gibt die kriminalpolizeiliche Dienststelle Schweinfurt Hinweise zur Sicherheit in den eigenen vier Wänden und am Telefon.

Organisiert wird die Vortragsreihe von den Projektmanagements „Demographie“ und „Mitten im Ort“ des Landkreises Bad Kissingen, beide gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat. Bei Fragen können Sie sich gerne an die Projektmanagerinnen Antje Rink (0971/801-5201) und Dorothee Schmitt (0971/801-5192) wenden.

 

Weitere Termine und Stationen der Vortragsreihe:

(Beginn jeweils 18:00 Uhr)

 

    • 11.05.2017, Pfarrheim Rannungen
    • 20.07.2017, Mehrgenerationenhaus Bad Kissingen
    • 28.09.2017, Gemeindezentrum Riedenberg
    • 19.10.2017, Haus erLebenskunst Ramsthal
    • 09.11.2017, Pfarrsaal Oberthulba

 

Auftakt für das KompetenzNetzwerk Demenz

Filmbeitrag des Zukunftsblogs des Landkreises Bad Kissingen.

Jugendpolitik geht online

Die eigene Meinung äußern via Smartphone oder Tablet – diese Möglichkeit hat den Jugendlichen in Geroda und Platz gut gefallen. Einige (gut 30 junge Menschen) waren der Einladung von Jugendrat und Bürgermeister Alexander Schneider gefolgt und gestern (09.03.2017) Abend in das Feuerwehrhaus nach Platz gekommen.

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Dort ging es um die Themen Volleyballfeld, Pumptrack und Ferienprogramm und die Möglichkeit künftig seine Meinung und seine Stimme via Internet abzugeben. Antje Rink vom Projektmanagement Demographie stellte die eigens für Geroda erstellte Seite vor. Gehostet und beauftragt wird bzw. wurde die Internetseite vom Bayerischen Jugendring, dessen Vertreterin Regina Renner auch anwesend war. Sie leitet das Modellprojekt politische Beteiligung junger Menschen im Internet bei dem neben anderen Bayerischen Kommunen u.a. Geroda u. Platz und Münnerstadt Modellgemeinden sind. Nun können die jungen Menschen in Geroda und Platz vie Link und Anmeldung auf dieser Seite Argumente sammeln und abstimmen. Die Ergebnisse kann der Jugendrat dann für seine Beschlüsse nutzen und als Grundlage für Anträge im Gemeinderat verwenden. Übrigens gaben sich die Anwesenden gleich selbst Regeln: Die Does and Dont’s der Meinungsäußerung im Internet werden nun ebenfalls auf der Seite verankert.

SOS-Rettungsdosen finden ihren Weg zu den Menschen

Weil jede Sekunde zählt, wenn Rettungskräfte Erste Hilfe leisten und dafür alle wichtigen Informationen über den Patienten benötigen – zum Beispiel über Krankheiten und Medikamente für deren Behandlung – hat das Projektmanagement „Demographie“ in dieser Woche (01.03.2017) den Allianzmanagern die SOS-Rettungsdose vorgestellt. Die Rettungsdosen wurde vom KompetenzNetzwerk Demenz erworben und sollen nun von den Allianzmanagern in die Gemeinde- bzw. Stadträte gebracht werden. Diese können dann entscheiden, in welcher Form die SOS-Dosen den Bürgern vor Ort zur Verfügung gestellt werden.

WP_20170105_06_56_28_Pro WP_20170105_06_57_51_ProWP_20170105_07_06_47_ProDie SOS-Rettungsdose kann lebensrettend sein:

Eine Dame hat den Notruf gewählt. Herr Müller, ihr Nachbar, sei im Gang des Mietshauses zusammengebrochen, sagt sie mit zitternder Stimme. Er sei um die 80 und lebe alleine, berichtet sie, die Angehörigen kämen zwar häufig vorbei, seien aber gerade im Skiurlaub. Notarzt und Krankenwagen rücken an und kümmern sich um Herrn Müller. Er ist schwach und verliert immer wieder das Bewusstsein. Was Arzt und den Hilfskräften jetzt brauchen: Infos zu (Vor-) Erkrankungen, Unverträglichkeiten, Medikamenten, Erreichbar-keiten von Angehörigen. Nur woher sollen die Rettungskräfte diese Infos bekommen und falls es sie irgendwo in der Wohnung gibt: Wo und wie könne sie diese Angaben finden?    Doch Herr Müller hat vorgesorgt: Am Türrahmen entdecken die Sanitäter einen kleinen roten Aufkleber. „Rettung aus der Dose – SOS – Ich mach mit!“, steht in weißer Schrift darauf. Dieser Sticker bedeutet, dass Herr Müller eine SOS-Rettungsdose besitzt. Diese wird immer an derselben Stelle aufbewahrt – im Kühlschrank. Der ist in jeder Wohnung leicht zu finden; eine lange Suche nach Notizen oder anderen Unterlagen bleibt daher erspart.     In der SOS-Dose befindet sich ein Zettel mit den wichtigsten persönlichen und medizinischen Infos zu dem Patienten. Das verschafft den Rettungskräften mehr Zeit für die richtige Behandlung des Patienten, was lebenswichtig sein kann.      Herr Müller hat hohen Blutdruck und nimmt unter anderem Blutverdünner ein, erfahren die Sanitäter. Da er gestürzt ist und eventuell innere Blutungen hat, ist dieses Wissen sehr wichtig für die Erstversorgung und die darauffolgenden Behandlung im Krankenhaus.   Drei Wochen später ist Herr Müller wieder zu Hause. Seiner Nachbarin hat er einen Blumenstrauß und eine SOS-Rettungsdose geschenkt – für den Fall, dass auch sie einmal Hilfe benötigt.      Gehen Sie es an!    Herr Müller ist kein Einzelfall. Jeder – egal wie alt oder wie gesund – kann durch einen Unfall oder eine unvorhergesehen Erkrankung in eine Situation gelangen, in der er den Rettungskräften nicht mitteilen kann, was bei einer Behandlung in jedem Falle zu beachten wäre.

Einige Gemeinden haben sich schon bereit erklärt, ihren Bürgerinnen und Bürgern die SOS-Rettungsdosen zur Verfügung stellen zu wollen. Mit dabei ist beispielsweise die Bad Brückenauer Rhönallianz und die Gemeinde Maßbach in Kooperation mit der VR-Bank.

Die Dose kam über den Lions-Club Hanau nach Deutschland. Die Dose ist patentiert durch den Club. Die Capio-Klinik Bad Brückenau hat die Dose im Landkreis Bad Kissingen bekannt gemacht. Gemeinden, Beiräte oder Verbände, die die Dose erwerben möchten, um sie an die Bürger weiterzugeben, können dies über folgenden Link tun:

http://www.rettungsdose-shop.de/

 

Fragen zur SOS-Notfalldose beantwortet Antje Rink vom Projektmanagement „Demographie“ des Landkreises Bad Kissingen (0971/801 52 01).