Demenz mit Leichtigkeit begegnen

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Mit der Schauspielerin und Moderatorin Sophie Rosentreter und ihrem Vortrag „Demenz mit Leichtigkeit begegnen – Betroffene Besser Verstehen“ konnte das Netzwerk eine bekannte Rednerin gewinnen, die kostenfrei ihre Erfahrungen teilt. Sophie Rosentreter machte die Seiten der Betroffenen erlebbar und verständlich. Sie erklärt das Wesen der Demenz und zeigt Möglichkeiten auf, wie man neue Wege der Kommunikation gehen kann. Ihre Vorträge sind sehr persönlich, intensiv und dabei ausgesprochen lebensbejahend.

2000 erkrankte Rosentreters Oma, Ilse Bischoff, an Demenz. Nach neun Jahren aufopfernder Pflege starb die Seniorin im Heim. Auf den Tag genau zwei Jahre später verstarb auch Rosentreters Mutter an Krebs. Zu spät hatten die Ärzte die Krankheit entdeckt. Für Sophie Rosentreter ist klar, ihre Mutter starb an der Überforderung der Pflege. Sie und ihre Familie haben Fehler mit fatalen Folgen gemacht. „Heute weiß ich: sich Hilfe zu holen, ist ein Zeichen von Stärke, nicht von Schwäche!“ Sophie Rosentreter hat sich ganz und gar dem Thema Demenz verschrieben und hat hier ihre Berufung gefunden. Und genau damit und mit ihrer abwechslungsreichen Vortragsweise zog sie die Hörer in Bann. Die Referentin schaffte es sogar, das Wesen und den Erfolg von Validation, d.h.  des verstehenden und annehmenden Umgangs mit Demenzkranken, indem man ihre Realität annimmt und damit arbeitet – an einem Beispiel zu veranschaulichen, der viele Zuhörer rührte. Ihr Vortrag war gespickt mit Erlebnisberichten und kleinen Filmeinspielern, in denen Experten zu Wort kamen und Beispiele aus dem Pflegealltag gezeigt wurden.

Nach dem Vortrag gab es eine Vernetzungspause, bei der demenzsensibles Essen gereicht wurde.

Anschließend zeigte das Filmteam “Bad Kissingen TV” aus dem Jugend- und Kulturzentrum Bad Kissingen ihren Demenzfilm, den die fünf Buben eigens für die Vernissage der Wanderausstellung “Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz vom 16.10.-03.11.2017 in der Wandelhalle, Bad Kissingen produziert haben.”

Nach den aktuellen Entwicklungen bei der Netzwerkarbeit haben zum Schluss noch einige Besucher das Angebot einer Führung demenzsensibles Krankenhaus wahrgenommen und einen Alterssimulationsanzug getestet.

Mehr Fotos gibt es im Menü unter “Demographie”.

Informationen zum KompetenzNetzwerk Demenz gibt’s auf: https://www.facebook.com/Demenznetzwerk/

Ein “Danke” für die Jugend in Rannungen

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Viele junge Menschen engagieren sich in ihrer Gemeinde – im Verein, in einem Jugendraum, bei den Ministranten oder bei ehrenamtlichen Hilfsarbeiten. Aber wer dankt ihnen dafür und wie? Zum ersten Mal im Landkreis Bad Kissingen hat die Gemeinde Rannungen es sich zur Aufgabe gemacht, jungen engagierten Menschen in der Gemeinde eine Anerkennung zukommen zu lassen. Initiiert und begleitet durch das Projektmanagement Demographie hat sich Anfang des Jahres eine Projektgruppe aus Vereinsvertretern, Bürgermeister, Leiterinnen der Ministranten sowie dem Jugendbeauftragten und dem Jugendraum gebildet. Monatlich hat man sich getroffen , um über das “Wem wollen wir danken und wie wollen wir danke sagen?” auszutauschen und Entscheidungen zu treffen. Am Ende stand fest: alle engagierten Jugendlichen bekommen eine kleine Überraschung bestehend aus Einkaufsgutschein, Süßigkeit und einem Dankeschreiben des Bürgermeisters. Diejenigen Jugendlichen, die sich besonders engagieren bekommen einen etwas höher dotierten Einkaufsgutschein mit Süßigkeit und zwar übergeben in der Bürgerversammlung, damit die Geste der gemeinde auch eine Wirkung nach außen hat.

Eine Evaluierung wurde in die Übergabe integriert (Feedbackkarten für die Jugendlichen, schnelles Feedback durch Punkte bei der Bürgerversammlung, rückwirkende Feedbackabfrage im Gemeindeblatt mit Responsemöglichkeit erfolgt noch).

Feedback-FotoÜbergeordnetes Ziel beim Vorgehen in Rannungen war es, Vereins- bzw. Initiativen übergreifend, im Namen der Gemeinde den jungen Menschen eine Wertschätzung zukommen zu lassen und sich für das Engagement im Verein/ einer Initiative / der Gemeinde zu bedanken. Damit soll die Identifikation mit dem Heimatort und das politische Interesse junger Menschen gestärkt werden. Außerdem sollten Kosten- und Organisationsaufwand so gestaltet sein, dass das Vorhaben in dieser oder ähnlicher Form in zwei Jahren aus eigener Kraft der Gemeinde und Vereine wiederholt werden kann.

Was passiert wenn…?

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Im Landkreis Bad Kissingen sind viele engagierte Menschen täglich unterwegs und kümmern sich ehrenamtlich vor allem um ältere Mitbürger. Dabei ist die Arbeit gerade mit Senioren sehr vielseitig und manchmal eine enorme Herausforderung. Ältere Menschen sind so unterschiedlich wie das Leben selbst und manchmal ist es nicht einfach, das passende Angebot zu stricken oder immer die richtige Antwort parat zu haben. Und was ist eigentlich, wenn etwas passiert, bei einem ehrenamtlichen Einsatz? Antworten darauf lieferte das 2. Austausch- und Vernetzungstreffen der Beauftragten für die Seniorenarbeit im Landkreis Bad Kissingen, im Rhön-Saale Gründer- und Innovationszentrum (27.10.2017).

Die Teilnehmer erfuhren beim Vortrag von Reinhard Anger, seniorTrainer bei EFI Bayern e.V. Wichtiges über das Thema Haftung und Versicherungsschutz für Ehrenamtliche. Dazu stellten die Teilnehmer anschließend viele Fragen, die der Referent kompetent beantwortete. „Lassen Sie es von der Gemeinde schriftlich festhalten, für welche Tätigkeiten Sie im Auftrag der Gemeinde unterwegs sind“, erläuterte Anger „Und fragen Sie bei der Gelegenheit nach, wie überhaupt der Versicherungsschutz der Gemeinde geregelt ist. Gegebenenfalls muss hier etwas aktualisiert werden.“ Mit diesen und anderen praktischen Tipps zog der Referent seine Hörer in den Bann.

Das blieb auch so, als nach einer Vernetzungspause die Führung durch das Zentrum für Telemedizin anstand. „Das, was Sie hier sehen, ist erst der Anfang dessen, was im digitalen Sektor in den nächsten Jahren noch möglich sein wird. Dabei ist uns der Datenschutz sehr wichtig“, wusste der ZTM-Mitarbeiter Waldemar Pautow zu berichten. Mit durchdachten Antworten auf die Fragen und Bedenken der Zuhörer insbesondere zum Persönlichkeitsschutz konnte Pautow die Zuhörer für sich und die Chancen der Telemedizin sowie der technischen Assistenzsysteme gewinnen. Letztere sollen den Verbleib in den eigenen vier Wänden erleichtern. Auch Kosten und Möglichkeiten eine finanzielle Förderung zu erhalten, interessierte die Zuhörer.

„Eine gute Sache“ seien die Austausch- und Vernetzungstreffen der Seniorenbeauftragten und der vielen Freiwilligen, stellten die Teilnehmer fest und sammelten schon Themen für ein nächstes Treffen. Dabei wird es im Frühjahr 2018 um die Frage Mobilität – Trends, Bedürfnisse und gute Beispiele.

Alternative Wohnformen im ländlichen Raum

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Die meisten Menschen im Landkreis Bad Kissingen haben den Wunsch, in vertrauter Umgebung und persönlichem Wohnumfeld alt werden zu können. Wie können Akteure in der Bauwirtschaft, kommunale Vertreter und engagierte Menschen dieser Nachfrage entsprechen – durch planerische Angebote, durch das Initiieren von Wohnprojekten und das Vermitteln von Kompetenzen? Antworten darauf und Handwerkszeug für den Umgang mit der Thematik lieferte der Fachvormittag „Alternative Wohnformen im ländlichen Raum“ am Dienstag (24. Oktober 2017), von 09.00 – 12.30 Uhr, im Landratsamt Bad Kissingen, Obere Marktstraße 6. Mehr als fünfzig teilweise geladene Gäste waren in den großen Sitzungssaal gekommen und den Referenten mit Spannung gefolgt. So lieferte Sabine Wenng von der Koordinationsstelle “Wohnen im Alter” wertvolle Informationen zu den Wohnwünsche und deren Förderung, den Trends bei alternativen Wohnformen und den Besonderheit im Flächenlandkreis. Außerdm erläuterte die Referentin das Förderprojekt Selbstbestimmt Leben im Alter (SeLA) als Angebot der Staatsregierung.

Johann Lechner von der Regierung von Unterfranken ging in seinen Ausführungen auf die Fördermöglichkeiten für Kommunen, Wohnungswirtschaft und Private ein. Nach einer kurzen Vernetzungspause sprach der Geschäftsführer des Zentrums für Telemedizin in Bad Kissingen (ZTM) über Trends und Einsatz von Technischen Assistenzsystemen in Wohnprojekten. Als Best Practice Beispiele lieferten Joachim und Eva-Maria Pietzcker ihre Erfahrungsberichte mit der Initiierung und Umsetzung eines Wohnprojektes im Bestand – das Badhaus Schnaittach. Christian Wittmann stellte anhand seines Beispiels in Friesenhausen die Entstehung und Umsetzung eines Quartiers vor.

 

 

“Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz” – Ausstellungseröffnung in der Wandelhalle Bad Kissingen

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Eigentlich kann Elisabeth ihren Mann nicht mehr alleine in den Garten schicken, um ein paar Karotten für das Mittagessen aus dem Beet zu holen. Sie weiß nämlich nicht, ob er gleich wieder kommt. Das vergisst er oft. Stattdessen fängt er an, die trockenen Brombeerzweige zu schneiden und kommt lange nicht mehr wieder. Autofahren geht eigentlich auch nicht mehr. Aber Elisabeth kann gar kein Auto fahren. Doch ganz ohne fahrbaren Untersatz sind beide Rentner im Haus gefangen. Die Kinder wohnen nicht mehr im Ort. Das Schlimme ist, dass das Vergessen zunimmt und der Ehemann kaum noch Dinge selbständig erledigen kann ohne dass Elisabeth ihn kontrolliert. Ankleiden oder Toilettengang funktionieren kaum noch alleine: Ihr Man hat Demenz und das Problem bei der Krankheit: Sie wird nicht besser, sondern schlechter…

Mit der Wanderausstellung „Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz” hat das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege eine Ausstellung ins Leben gerufen, die auf die Bedürfnisse der Menschen mit Demenz und ihrer (pflegenden) Angehörigen aufmerksam macht und damit öffentliche Aufmerksamkeit schenkt. Besucher der Ausstellung erhalten Informationen über die Krankheit und erfahren, wie die Demenz das Leben der Erkrankten und ihrer Angehörigen verändert. Kein Wunder, dass die Ausstellung so gefragt ist in Bayern, dass sie monatelang ausgebucht ist.

Gemeinsam mit der GesundheitsregionPLUS Bäderland Bayerische Rhön hat das KompetenzNetzwerk Demenz, die Wanderausstellung nach Bad Kissingen in die Wandelhalle geholt. Am Montag, den 16. Oktober ist die Ausstellung in der Wandelhalle Bad Kissingen feierlich eröffnet worden. Bis 04. November wird sie in der Wandelhalle in Bad Kissingen gezeigt. Die Besonderheit bei der Eröffnung: An diesem Nachmittag hatte der selbst produzierte Film des TV-Bad Kissingen Teams aus dem JUKUZ Premiere. Monatelang haben sich die jungen Menschen unter Anleitung des Medienpädagogen Philipp Pfülb mit dem Thema Demenz beschäftigt und einen etwa 12 Minuten langen Film dazu gedreht. Kinder des Montessori Kinderhauses Bad Kissingen haben mitgewirkt und Plakate zur Ausstellung entworfen, die ebenfalls gezeigt wurden.

Jeder der Interesse an der Ausstellung hat, ist herzlich in die Wandelhalle Bad Kissingen, Kurgarten 1, eingeladen. Selbstverständlich ist der Besuch der Wanderausstellung kostenfrei.

Foto 8 Foto6 Foto 4 Foto 3 Foto 7Der Link zum Film ist hier

Hintergrund: Schon heute haben Demenzerkrankungen große Auswirkungen auf Betroffene, pflegende Angehörige und Pflegekräfte. Die Zahl der Menschen, die an einer Form der Demenz erkranken, steigt stetig an. Aktuellen Erhebungen zufolge leben im Freistaat derzeit rund 220.000 Menschen mit Demenz. Experten rechnen in Bayern bis zum Jahr 2020 mit einem Anstieg der Demenzkranken um rund 20 Prozent auf circa 270.000, wenn das Erkrankungsrisiko auf dem bisherigen Niveau bleibt. Bis 2032 würde sich in diesem Fall ihre Zahl sogar um mehr als 50 Prozent auf rund 340.000 erhöhen.

In dem Bestreben einer besseren Versorgung von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen arbeiten im KompetenzNetzwerk Demenz Ärzte, Pflegeinrichtungen, Kliniken, ambulante Dienste, Sozialstationen und Wohlfahrtsverbände sowie Vereine, Pfarreien und die Seniorenbeauftragten der Kommunen zusammen.

Ziel ist es, ein stabiles und funktionierendes Netzwerk zu etablieren, indem Akteure die Gelegenheit zum Fach- und Erfahrungsaustausch haben, die Gelegenheit zum Wissenszuwachs sowie die Möglichkeit zur gegenseitigen Wertschätzung ihrer Arbeit.

Träger ist der Landkreis Bad Kissingen.

Kontakt: Antje Rink, 0971.801 5201, antje.rink@landkreis-badkissingen.de https://www.facebook.com/Demenznetzwerk/

Den Presseartikel zur Eröffnung finden Sie hier

Jugend im Park – bei Pizzamobil und alkoholfreien Cocktails am Jörgentor

WP_20170916_15_06_15_ProIMG-20170919-WA0005Am Samstag (16.09.2017) gab es erstmals das „Fest für junge Menschen“ am Jörgentorpark in Münnerstadt.

Die Idee hierfür kam aus der Jugendversammlung, die im April gemeinsam vom Projektmanagement Demographie (Antje Rink), dem Jugendbeauftragten des Stadtrates (Klaus Schebler) und den Stadtjugendpflegern (Manuel Müller, René Felcht), durchgeführt wurde. Die Planung erfolgt durch eine kleine Projektgruppe, die aus Jugendlichen, den Stadtjugendpflegern, der Projektmanagerin und den Jugendbeauftragten bestand. Im Stadtrat wurde das Fest als städtisches Fest genehmigt, dazu wurden einige Jugendliche im Stadtrat gehört.

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Los ging’s ab 15 Uhr mit Kaffee und Kuchen und einem Programm für Familien und junge Menschen. Dazu war der Kikibu – der Spielebus der Kommunalen Jugendarbeit – gekommen, außerdem gab es Sportangebote wie Fußball, Völkerball und die Jugendlichen haben Kinderschminken angeboten.

Das Pizza-Mobil verkaufte 4 verschiedene Sorten frisch gebackene Pizza. Später am Abend gab es Würstchen vom Grill und alkoholfreie Cocktails.

Gewärmt haben sich die Besucher an den bereitgestellten Feuertonnen, die schließlich auch für angebräunte Marshmallows sorgten , darüber hinaus gab wir Grillen und nachmittags Kuchen verkaufen. Es wird auch eine größere Auswahl an nicht-alkoholischen Getränken geben.

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Gewusst wie – Neuer Ratgeber gibt wertvolle Tipps

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Wenn man das Arbeitsleben hinter sich lässt, stellt sich im Alter und im wohlverdienten Ruhestand oft die Frage, wie es weitergehen soll, was man nun mit seiner neuen Freizeit anfängt und wer einem bei den alltäglichen Dingen des Lebens, aber auch in Notsituationen helfen und unterstützen kann. Ein neuer Lebensabschnitt bringt in den meisten Fällen Veränderungen mit sich, um die man sich kümmern muss.
Darum ist nun der neue Ratgeber „Älter werden im Landkreis Bad Kissingen‟ erschienen. „Wir wollen unsere Bürgerinnen und Bürger unterstützen und bieten darum im Seniorenratgeber wichtige Antworten und Lösungen – und zwar nicht nur für Senioren, sondern auch für Angehörige, und alle, die sich schon jetzt Gedanken um das eigene Älterwerden machen“, erklärt Landrat Thomas Bold.

 

 

Jede Menge Infos und praktische Tipps

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Die inzwischen rund 100 Seiten dicke Broschüre erscheint nun schon in seiner vierten Auflage. Auch in den letzten Jahren war die Nachfrage enorm. „Das macht deutlich, wie wichtig eine so kompakte Sammlung an Informationen ist“, betont Landrat Bold. Neben einem frischen, modernen Layout wurden in dem Ratgeber die wichtigsten Infos auf den aktuellen Stand gebracht. Zu finden sind jede Menge Adressen und Anregungen, die als Unterstützung dienen sollen – und zwar in den verschiedensten Bereichen.
Der Ratgeber gibt also praktische Hilfestellungen und Tipps zu den Themen aktive Freizeitgestaltung, Beratungsangebote und Hilfe, Wohnen im Alter und Pflege, aber auch über vieles mehr, weiß die verantwortliche Projektmanagerin „Demographie“, Antje Rink: „Wir haben uns bemüht neben Kontakten und Adressen dem Leser insgesamt einen Erkenntnisgewinn zu den Themen Barrierefreiheit, Wohnen im Alter, Pflege und Aktivität im Alter zu liefern. Damit richtet sich die Broschüre nicht nur an Menschen, die sich im Rentenalter befinden, sondern auch an Angehörige und im Grunde alle, die das Thema älter werden im weitesten Sinne berührt!“

Gruppenbild

Das Besondere an dieser Broschüre: Sie wurde nicht am Schreibtisch eines entfernten Verlages getextet, sondern im Landratsamt selbst. Zunächst hatte sich zur Erarbeitung des Ratgebers ein Team zusammen gefunden und mehrmals getroffen, um Themen und Inhalte zu besprechen. In dieser Gruppe vertreten waren die beiden Fachstellen für pflegende Angehörige Bad Kissingen und
Münnerstadt, die beiden Seniorenbeiratsvorsitzende Bad Kissingen und Hammelburg, die Vertreterin einer privaten Pflegeversicherung, außerdem der Vertreter eines ambulanten Dienstes, die gerontopsychiatrische Vernetzung Main-Rhön sowie die Carl-von-Heß‘sche Sozialstiftung und die Koordinationsstelle mehrLEBEN des BRK.
Zudem arbeitete der Landkreis mit dem Verein „Bürger retten Leben e.V.“ zusammen, der die Broschüre gemeinsam mit dem Landkreis verlegt und das Kapitel „Herzsicherheit“ zugeliefert hat. Anschließend hat sich das Projektmanagement Demographie einige Woche mit dem Texten beschäftigt. Schließlich gab es zahlreiche Korrekturläufe und einiges kritisches Gegenlesen. Anzeigenaquise, Satz / Layout und Druck realisierte der WIKOMMedia Verlag.

„Allen Beteiligten gilt unser herzlicher Dank für ihr Know-How und die tatkräftige Unterstützung“, so Landrat Bold.

Der Ratgeber ist an der Infotheke des Landratsamts und im Bürgerservice der Rathäuser kostenfrei erhältlich.

(Bild: v.r.n.l.: Landrat Thomas Bold, PM Demographie/ Antje Rink, “Bürger retten Leben” e.V./ Jochen Müller)

Die online-Broschüre finden Sie hier

Ayurveda bei Demenz

Netzwerk-Akteure lernen neue Behandlungsansätze kennen beim Treffen im Ayurveda-Zentrum Bad Bocklet

 

Ebba-Karina Sander, die das Ayurveda Zentrum Bad Bocklet aufgebaut hat und heute erfolgreich lenkt und leitet, begrüßte die gut 20 Akteure des KompetenzNetzwerks Demenz am Mittwochnachmittag (26.07.2017) in der Lobby des Kunzmann’s Hotels. Hier befinden sich auf zwei Etagen die behandlungs- und Therapieräume des Zentrums sowie einige Gästezimmer. Ziel des 5. Netzwerktreffens dort war der persönliche Austausch, das gegenseitige Kennenlernen und das suchen nach Synergien.

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Doch bevor es in den moderierten Austausch an vier Thementischen ging, erläuterte der indische Arzt Dr. Jobin Joy Madukkakuzhy den Behandlungsansatz in der ayurvedischen Medizin bei Demenz. Spannend war hierbei der grundsätzliche Ansatz aus Ernährung, Bewegung und Spiritualität. Ausführlich erläuterten Dr. Madukkakuzhy und seine Übersetzerin Karin-Ebba Sander z.B. die Öl-Behandlung für das Gehirn (der Stirnguss Shirodhara), der bei neurologischen Erkrankungen eingesetzt wird. Auch die Bedeutung einer Ernährung mit gesunden Fetten lernten die Teilnehmer kennen. Weder die fettarme noch die Fastfood-Ernährung seien empfehlenswert. Fette, so führte Dr. Madukkakuzhy aus, – und hiermit sind wertvolle Öle und die geklärte Butter Ghee gemeint – braucht das Gehirn um gut arbeiten zu können. Ebenfalls hilfreich sei die Synchron Massage mit medizinischem Öl mit speziellen Techniken der Stimulation auf bestimmte Punkte auf Kopf und Körper.

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Gebannt lauschten die Akteure den Ausführungen des indischen Arztes und stellten anschließend Fragen zum Vorkommen von Demenz in Indien, Studien, z.B. über den Verdacht, dass Blutdrucksenkende Mittel das Entstehen von Demenz befördern könnten. Dazu gab es die Information über eine Plattform des indischen Gesundheitsministeriums, auf dem sämtliche Studien/-ergebnisse zum Nachlesen hochgeladen werden. Im Anschluss gab der moderierte Austausch den Akteuren Gelegenheit sich intensiver zu Vernetzen und Input zur Zufriedenheit an das Netzwerk zu geben.

Zum Abschluss gab es noch einen Rundgang durch das Ayurveda-Zentrum. Das nächste Netzwerktreffen findet dann im Herbst statt.

 

 

 

 

Weitere Termine des Netzwerkes:

01.08.2017, Arbeitsgruppentreffen Veranstaltung und PR/Öffentlichkeit, Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe Bad Kissingen

13.09.2017, Treffen Team Überleitungsmanagement, Capio-Franz-von-Prümmer-Klinik

16.10.2017 (bis 03.11.2017), Eröffnung Wanderausstellung „Was geht. Was bleibt. Leben mit Demenz“, Wandelhalle Bad Kissingen

25.10.2017, Workshop „Validation“, Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe Bad Kissingen

29.11.2017, Workshop „Umgang mit herausfordernden Situationen“, Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe Bad Kissingen

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Hintergrund: In dem Bestreben einer besseren Versorgung von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen arbeiten im KompetenzNetzwerk Demenz Ärzte, Pflegeinrichtungen, Kliniken, ambulante Dienste, Sozialstationen und Wohlfahrtsverbände sowie Vereine, Pfarreien und die Seniorenbeauftragten der Kommunen zusammen.

Ziel ist es, ein stabiles und funktionierendes Netzwerk zu etablieren, indem Akteure die Gelegenheit zum Fach- und Erfahrungsaustausch haben, die Gelegenheit zum Wissenszuwachs sowie die Möglichkeit zur gegenseitigen Wertschätzung ihrer Arbeit.

Träger ist der Landkreis Bad Kissingen.

Kontakt: Antje Rink, 0971.801 5201, antje.rink@landkreis-badkissingen.de

https://www.facebook.com/Demenznetzwerk/

 

 

 

 

Selbstbestimmt, stolperfrei, sicher

Vortragsreihe gibt Tipps zum Wohnen im Alter

„Zuhause ist kein Ort, sondern ein Gefühl“ besagt ein Spruch, der regelmäßig Wohnungswände ziert. Gerade im Alter verbringen wir immer mehr Zeit im Zuhause. Von daher ist es wichtig, dass dieser Ort unseren Ansprüchen gerecht wird und wir uns dort wohlfühlen. Selbstbestimmt, stolperfrei und sicher wollen wir idealerweise leben. Wie das möglich ist, zeigt die Vortragsreihe „Zuhause daheim – Wohnen im Alter“. Organisiert von den Projektmanagements „Demographie“ und „Mitten im Ort“, beide gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, geben die Veranstaltungen an verschiedenen Stationen im Landkreis Hilfestellung. So konnten sich Interessierte am vergangenen Donnerstag (20.07.2017) im Mehrgenerationenhaus Bad Kissingen wertvolle Tipps von drei Experten holen.

Los ging es mit einem Vortrag von Thomas Eichhorn, Geschäftsführer der „Kissinger Sonne“. Bei seiner Vorstellung der ambulant betreuten Senioren-WG zeigte er, dass es nicht unbedingt die eigenen vier Wände sein müssen, um sich zuhause zu fühlen. Kein Ort eben, sondern ein Gefühl!

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Wer doch lieber im gewohnten Umfeld bleiben möchte, konnte sich von Johannes Wolfs eigenen Erfahrungen inspirieren lassen. Nach einem Schicksalsschlag in der Familie packten alle mit an und gestalteten das Wohnhaus barrierefrei um.

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Sicher ohne Stolperfallen zuhause unterwegs zu sein ist das eine. Sicher zu sein das andere. Gerade Senioren geraten immer öfter ins Visier der Diebe und Betrüger. Wie man sich dagegen schützen kann, verriet Roland Schmied von der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle. Vor Enkeltrick, Schockanrufern und dubiosen Haustürgeschäften sollten die Besucher der Veranstaltung in Bad Kissingen nun gewappnet sein. Die Broschüre mit Sicherheitstipps der Kriminalpolizei finden Sie auch im Regal an der Info-Theke im Landratsamt Bad Kissingen. Weitere Informationen der Kriminalpolizei finden Sie hier

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Wenn auch Sie sich aufklären lassen möchten, gibt es noch drei Gelegenheiten, die Vortragsreihe „Zuhause daheim – Wohnen im Alter“ zu besuchen: Am 28.09. im Gemeindezentrum Riedenberg, am 19.10.2017 im Haus erLebenskunst Ramsthal und am 09.11.2017 im Pfarrsaal Oberthulba.

Oder Sie schauen auf unserem Blog vorbei. Auf zukunft-landkreis-badkissingen.de gibt es auch einen aktuellen Post zur Veranstaltung in Bad Kissingen.

Stadtrat einstimmig dafür: “Fest für junge Menschen” in Münnerstadt

Gut sechs Jugendliche umfasst die Projektgruppe “Fest für junge Menschen” in Münnerstadt. Sie war aus der Jugendversammlung im April hervorgegangen und organisiert nun ein Fest für Familien und junge Menschen in Münnerstadt – heuer am 16. September am Jörgentorspielplatz. Verköstigung, Spielangebote und Musik – all das planen die jungen Menschen gemeinsam mit den Stadtjugendpflegern von PRO-Jugend, René Felcht und Manuel Müller, selbständig. Ziel des Antrages im Stadtrat war es, die Veranstaltung als städtisches Fest laufen zu lassen. Den Antrag haben die Jugendlichen formuliert und an den Jugendbeauftragten Klaus Schebler übergeben. Dieser hat den Antrag in den Stadtrat eingebracht, drei Jugendliche wurden als Experten gehört und zu ihren Vorstellungen zum Fest befragt. Danach stimmte der Stadtrat einstimmig für die Erlaubnis zum Fest.

IMG-20170724-WA0001Den Zeitungsartikel dazu finden Sie hier