Die barrierearme Kommune – Lebensraum für alle!

Die Themen barrierefreies Bauen und Wohnen haben in den vergangenen Jahren rasant an Bedeutung gewonnen: Barrierefreiheit hat Einzug gehalten in Bauordnungen, das Förderwesen und ist zu einem bedeutenden Aspekt bei öffentlichen Bauvorhaben geworden.  Barrierefreiheit ist aber nicht nur der Wegfall von Stufen und Leitsystemen für Sehbehinderte. Die Notwendigkeit zum Abbau von Barrieren betrifft auch unsere Sprache – vor allem die Behördensprache, denn einer von drei Bürgern in unserem Landkreis kann nicht gut lesen. Untersuchungen besagen, dass ¼ unserer Mitmenschen von einfacher Sprache profitieren, weil sie den Sachzusammenhang sonst nicht verstehen wurden. Wie aber lässt sich die Sprache einer Behörde zum Beispiel auf Internetseiten, in Bekanntmachungen, Einladungen oder Schreiben vereinfachen? Antworten darauf lieferte die Referentin Annika Hörenberg, vom Netzwerk verständliche Sprache in Würzburg bei der Fachveranstaltung „Die barrierearme Kommune – Lebensraum für alle“ am 26.07.2018 in der Markthalle Hammelburg. Eingeladen waren Bürgermeister, Stadt- und Gemeinderäte, Senioren- und Behindertenbeauftragte aus dem Landkreis und auch Landrat Thomas Bold begrüßte gerne zu dem spannenden Thema. Auch Bürgermeister Armin Warmuth freute sich über das Interesse aus den Kommunen.

Neben dem Input zu einfacher Sprache, lieferte das Regionalmanagement des Landkreises Bad Kissingen Erkenntnisse aus der zweijährigen Beschäftigung mit dem Thema barrierearme Kommune. Das beinhaltete u.a. die Arbeitshilfen mit Checklisten zur unabhängigen Ortsbegehung sowie die Abschlussbroschüre mit Infos zu den Ortsbegehungen und Vor-Ort-Erfahrung zur teilweise unkomplizierten Umsetzung von Maßnahmen.

Abschließend informierte der Stadtbaumeister Detlef Mohr über die Anpassungsmaßnahmen an die Barrierefreiheit in der Stadt und es gab für alle Besucher eine Begehung der modernen und barrierefreien Bushaltestelle, angeleitet durch den Leiter des KOB, Klaus Schubert.

Runder Tisch Hospiz- und Palliativversorgung Bad Kissingen und Schweinfurt

Schweinfurt – Der Einladung des Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerkes (HPVN) Schweinfurt – Bad Kissingen folgten am Montag, 15. Mai, insgesamt 30 Leiterinnen und Leiter von stationären Altenpflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe aus Stadt und Landkreis Schweinfurt sowie dem Landkreis Bad Kissingen.

Gemeinsam mit Vertretern des HPVN sowie Verantwortlichen der kommunalen Heimaufsichten diskutierten sie über die Bedürfnisse der Sterbenden und wie diesen in Zusammenarbeit mit Ärzten, Hospizdiensten usw. am besten entsprochen werden kann. Die Beteiligten waren sich einig, dass eine gute hospizliche Begleitung und palliative Versorgung nur möglich ist, wenn ausreichend und vor allem gut ausgebildetes Personal zur Verfügung steht. Aus diesem Grund hatte das HPVN auch Markus Starklauf, den Leiter der Hospizakademie Bamberg zu dem Austausch eingeladen. Er und seine Mitarbeiterin, Alexandra Raab, stellten verschiedene Fortbildungsangebote vor und machten auch auf die Möglichkeit von Vor-Ort-Schulungen aufmerksam.

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Die Teilnehmer verständigten sich am Ende des Austausches darüber, dass sich dieser Runde Tisch von nun an in regelmäßigen Abständen treffen sollte. Neben den Pflegeheimen selbst können sich dann auch Ärzte, Apotheken und Hospizdienste beteiligen, denn es zeigte sich, dass für die Verwirklichung einer umfassenden Hospiz- und Palliativversorgung in den stationären Einrichtungen der Alten-und Behindertenhilfe ein gutes Miteinander mit allen Akteuren rund um den schwerstkranken Menschen notwendig ist. Ein nächstes Treffen ist für den Herbst geplant.

Hintergrund:

Das Hospiz- und Palliativversorgungsnetzwerk (HPVN) Schweinfurt – Bad Kissingen ist ein Zusammenschluss der Landkreise Bad Kissingen und Schweinfurt, der Stadt Schweinfurt, des Bayerischen Hospiz- und Palliativverbandes sowie der beiden Hospizvereine Schweinfurt und Bad Kissingen. Es wurde am 26. September 2016 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt die verschiedenen bestehenden Hospiz- und Palliativangebote zu vernetzen und auszubauen, um so eine bestmögliche Versorgung schwerstkranker Menschen zu erreichen.

„Ergotherapie bei Demenz“ Netzwerktreffen in Münnerstadt.

Das KompetenzNetzwerk Demenz bot seinen Akteuren auch beim 7. Netzwerktreffen einen spannenden Vortrag. Daneben war erneut die Öffentlichkeit aus dem Landkreis Bad Kissingen und Fachpersonal via Pressemitteilung eingeladen. Hauptreferent im Betreuten Wohnen Haus St. Michael in Münnerstadt, in dem das Treffen stattfand, war Jochen Fromm,  Ergotherapeut der Capio-Franz-von-Prümmer-Klinik in BAd Brückenau zum Thema “Ergotherapie bei Demenz”. Er ist Leiter Ergotherapie Capio-Klinik und Spezialist für Dysphagie. Nach der Vernetzungspause wurde Aktuelles aus der Netzwerkarbeit besprochen, u.a. die Vorstellung des Demenzwegweiser, die Vorstellung der neuen Vortragsreihe und der Stand Homepageentwicklung. Schließlich wurde auch über Vorhaben debattiert, wie zum Beispiel die geplante Initiierung von Selbsthilfegruppen oder dem Wunsch nach  weiteren Workshopangeboten.

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Keine Chance für Stolperfallen & Co in Hammelburg

Der Weg in ein barrierefreies Zuhause – Veranstaltungsreihe zusammen mit der Bayerischen Architektenkammer machte Station in Hammelburg

Jung und Alt waren zu diesem Abend mit Vorher-/ Nachher-Beispielen in die Markthalle Hammelburg gekommen. Die Veranstaltung richtete sich explizit an alle Altersgruppen, denn es sollte frühzeitig auf das Thema Wohnen ohne Barrieren aufmerksam gemacht werden. Je eher wir an später denken und Barrierefreiheit bei Bau oder Umbauüberlegungen mit berücksichtigen, umso geringer ist der Handlungsdruck im konkreten Fall. Das machte auch Armin Kraus von der Bayerischen Architektenkammer mit seinen Beispielen deutlich, die er für seinen Vortrag ausgesucht hatte.

Barrierefreiheit geht alle an und bietet insbesondere in den eigenen vier Wänden nicht nur für ältere Menschen sondern auch für Familien und Menschen mit Handicap oder nach einem Unfall ein Plus an Komfort. Teilweise mit einfachen Vorkehrungen können Stolperfallen entweder von Anfang an verhindert oder nachträglich aus dem Zuhause entfernt werden, damit die Bewohner im Fall des Falles gut zurechtkommen.

Im Anschluss und auch zwischendurch haben die Besucher immer wieder Fragen gestellt und eigene Fälle angesprochen. Häufig konnte der Referent eine Rat geben oder andere Teilnehmer gaben Tipps aus eigener Erfahrung.  Die Veranstaltungsreihe wurde gemeinsam vom Projektmanagement Demographie und Mitten im Ort Station organisiert. Der Eintritt war kostenfrei!

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Rink: Tel. 0971/8015201.

Jugend beteiligen digital – auch in meiner Kommune?!

Fachveranstaltung informiert über Jugendbeteiligungsprojekte im Landkreis und die Chancen der Beteiligung 4.0

„Junge Menschen an den Geschicken der Kommune zu beteiligen ist nicht nur Wunsch vieler Jugendlicher in unserem Landkreis, sondern kann ebenso ein Standortvorteil für Kommunen sein.“ Mit diesen Worten lud Landrat Thomas Bold am Dienstag (19.06.18) die Bürgermeister und Jugendbeauftragten in den Großen Sitzungssaal des Landratsamtes ein.

Zunächst informierte der Experte für digitale Bildung, Alexander Schmieden, von der Firma just ask! aus Maßbach über die Chancen einer digitalen Beteiligung junger Menschen und gab Input, wie diese in der Kommune gelingen kann. Zur Veranschaulichung bezog er dabei digitale Umfrage-Apps in seine Präsentation mit ein. Außerdem kamen Jugendliche selbst in einer moderierten Gesprächsrunde zu Wort.

Im Gespräch – Jugendliche berichten

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So waren aus der Stadt Bad Kissingen drei junge Menschen aus dem Jugend- und Kulturzentrum gekommen, um den Teilnehmer*innen von ihren Erfahrungen mit Beteiligung im Rahmen des Filmteams „Bad Kissingen TV“ zu berichten. Darüber freute sich auch das Stadtoberhaupt, denn die Stadt investiert gezielt in die Jugendbeteiligung: „Wir sind froh über die Gelegenheit einen Jugendbeirat als beratendes Organ in Jugendfragen nutzen zu können, und das tun wir auch,“ stellte Oberbürgermeister Kay Blankenburg fest. Man sei gut aufgestellt hinsichtlich der Einbeziehung junger Menschen über den Beirat, aber es gäbe auch hier noch Spielraum, stellte das Stadtoberhaupt gleichzeitig fest.

Daneben ging es bei der Fachveranstaltung am Dienstag außerdem um die Erfahrungen mit neuen Beteiligungsprojekten u.a. in Münnerstadt und Geroda-Platz aber auch Wildflecken und Bad Brückenau. Hier konnte das Regionalmanagement des Landkreises mit seinem Projektmanagement Demographie in den vergangenen drei Jahren wertvolle Erfahrungen sammeln: Was funktioniert in der Zusammenarbeit mit den jungen Menschen und was geht eher nicht, wenn eine Stadt oder Gemeinde ihre jungen Menschen in die Gestaltung einbeziehen möchte. „Wenn der Bürgermeister seine Jugendlichen persönlich einlädt und mit Vornamen anspricht. Das funktioniert gut“, ist beispielsweise die Erfahrung von Bürgermeister Alexander Schneider aus Geroda-Platz. In dem Markt hat sich vor zwei Jahren ein Jugendrat gebildet, der zum Beispiel einen Grillplatz geplant und verwirklicht hat. Heute ein schöner Treffpunkt im Freien für alle Generationen zum Grillen oder Picknicken.

Dem kann sich auch der Stadtjugendpfleger von Münnerstadt und Mitarbeiter von Pro Jugend, René Felcht, anschließen: In Münnerstadt hatte der Bürgermeister zwei Jahre in Folge die Jugendlichen persönlich eingeladen. Jedes Mal waren sie gekommen, um zu sagen, was fehlt und um eigene Projekte zu gestalten, wie zum Beispiel ein Fest für junge Menschen und einen eigenen Stand beim Stadtfest.

Digitale Beteiligung, ohne Überforderung

Zur Behandlung dieses Themas war Regina Renner vom Bayerischen Jugendring angereist. Die Referentin widmete sich abschließend der Frage, wie kann digitale Beteiligung gelingen, ohne Verwaltung sowie Stadt- und Gemeinderat zu überfordern, und wie nützlich kann dabei das Internet sein? Die Referentin hatte unter anderem im Landkreis Bad Kissingen zwischen 2016 und 2017 im Rahmen einer Studie die politische Beteiligung junger Menschen im Internet erprobt hat. Sie erläuterte noch einmal, wie wichtig die Kombination von realer und virtueller Beteiligung sei. Außerdem ging sie auf die Erfolgskriterien für Jugendbeteiligung ein.

Alle Teilnehmer*innen des Nachmittags erhielten die eigens dafür angefertigte Broschüre „Neue Formen der Jugendbeteiligung in Städten und Gemeinden“. Darin gibt es einen umfassenden Überblick über die durchgeführten Maßnahmen und gewonnenen Erkenntnisse. Die Broschüre wird außerdem im Nachgang an die Stadt- und Gemeinderäte im Landkreis verteilt.

Als Ausblick unterbreitete die Leiterin des Regionalmanagements, Cordula Kuhlmann, das Angebot an die Städte und Gemeinden, sich als Pilotkommune für digitale Jugendbeteiligung zu bewerben und dabei in den weiteren Schritten durch das Regionalmanagement des Landkreises begleitet zu werden.

Hintergrund:

Im Herbst 2015 hat das Projektmanagement „Demographie“ vom Landkreis Bad Kissingen damit begonnen, eine Empfehlung aus der repräsentativen Jugendbefragung von 2013 umzusetzen, wonach neue Formen der Kinder- und Jugendbeteiligung in der Kommune erprobt werden sollten. Die Umfrage hatte zuvor gezeigt, dass einiges Potential zur Mitwirkung junger Menschen an den Geschicken der Kommune nicht genutzt wurde. Im Rahmen einer gebildeten Arbeitsgruppe aus jungen Menschen, Bürgermeistern, Jugendbeauftragten und Mitarbeitern der kommunalen Jugendarbeit kristallisierten sich die Gemeinde Geroda-Platz und die Stadt Münnerstadt zu Modellgemeinden heraus. Die Stadt Bad Brückenau und der Markt Wildflecken meldeten ebenfalls Bedarf an der Durchführung einer Beteiligungsform an. Glücklicherweise viel genau in diese Projektlaufzeit das Angebot des Bayerischen Jugendrings zur Beteiligung am Modellvorhaben „politische Beteiligung junger Menschen im Internet“, wofür sich der Landkreis Bad Kissingen beworben hat und schließlich ausgewählt wurde. Anschließend wurden in Geroda-Platz und Münnerstadt Erfahrungen gesammelt, wie online-Beteiligung funktionieren kann und wo die Grenzen ihrer Wirksamkeit sind. Die Erfahrungen aus diesen Kommunen zur online- und offline-Beteiligung wurden in der Fachveranstaltung am Dienstag und der angefertigten Begleitbroschüre zusammengefasst.

 

Das Regionalmanagement wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat.

 

„Demenz – annehmen und verstehen“ – Neue Vortragsreihe startet

(Münnerstadt, 15.06.2018). Was tun, wenn ein geliebter Mensch an einer Form der Demenz erkrankt – häufig ist es die Alzheimerkrankheit. Am Anfang ist alles sehr Scham behaftet. Der oder die Betroffene merkt, etwas stimmt nicht und möchte es gern vertuschen beziehungsweise überspielen. Die Angehörigen reagieren zunächst unerfahren und ängstlich. Sie versuchen zu verstehen und können doch die Wirklichkeit des erkrankten Menschen nicht sehen. Am Ende sind sie damit beschäftigt, körperlich und emotional zu überleben.

Damit Angehörige und Betroffene ein bessere Vorstellung von dem erhalten, was diese Krankheit für beide Seiten bewirkt und wie man möglichst positiv damit umgeht, hat das KompetenzNetzwerk Demenz eine Vortragsreihe aufgelegt, mit der es in die Fläche zu den Interessierten vor Ort kommen möchte. Auftakt machte der Vortrag in Münnerstadt am Donnerstag, 14. Juni um 19.00 Uhr im Pflegeheim St. Elisabeth. Hier erhielten Angehörige und Betroffene Informationen darüber, was die Krankheit für den betroffenen Menschen selbst als auch seine pflegenden Angehörigen bedeutet, was das für das Leben zuhause heißt und inwiefern „Verstehen“ und „Annehmen“ möglichen Konflikten im Umgang miteinander vorbeugen können. Die Referentin, Monika Dürr, von der Fachstelle für pflegende Angehörige erhielt viel Lob vom Publikum, weil sie es schaffte viele Informationen zu filtern und für den Laien als auch für anwesende Fachleute verständlich zu erläutern und mitfühlend zu präsentieren.

Der Vortrag richtete sich sowohl an Laien als auch an Profis, denn wenn einen das Gefühl der Frustration früher oder später trifft, ist es oft hilfreich, sich noch einmal die Ursachen vor Augen zu führen, den Krankheitsstand zu verstehen und den Menschen gegenüber in seiner Wirklichkeit anzunehmen, d.h. die Welt durch seine oder ihre Augen zu sehen.

Standing Ovations, top Gespräche & vielseitiger Austausch – 3 erfolgreiche Gesundheitstage

Das KompetenzNetzwerk Demenz war zum ersten Mal drei Tage lang mit einem eigenen Stand bei den Bad Kissinger Gesundheitstagen vertreten.

Es gab druckfrisch den neuen Demenzwegweiser, den Demenzfilm von Bad Kissingen TV in der Dauerschleife und ein Demenzquiz. Außerdem haben die Akteure am Stand zum ersten Mal ihre neue Veranstaltungsreihe für alle Interessierten beworben.

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Höhepunkt war natürlich der Vortrag von Expertin Sophie Rosentreter: „Demenz mit Leichtigkeit begegnen“ war quasi ausverkauft. Der Rossinisaal war für den kostenfreien Vortrag nahezu bis auf den letzten Platz besetzt. Anschließend gab es Standing Ovations. Möglich gemacht hat das das KompetenzNetzwerk Demenz, das den Vortrag von Frau Rosentreter zum zweiten Mal gerne ermöglichte. 

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Dabei ist Sophie Rosentreter bekannt aus Medien und TV und kam mit ihrem Vortrag in einer wichtigen Mission  nach Bad Kissingen: Sie berichtete von der Demenz ihrer Großmutter Ilse und ihrem eigenen Weg, dieser Erkrankung mit neuem Verständnis zu begegnen. Ein Erlebnis, das sie auf Einladung vom KompetenzNetzwerk Demenz schilderte und das zu Tränen rührte, aber unter den Zuhörern auch Hoffnung verbreitete. Dazu verknüpfte sie eigenes Erleben mit gewonnenem Know-how zu einem Konzept, das Angehörige stark macht und Pflegeprofis ermutigt. 

Über neun Jahre hat sie die fortschreitende Demenz ihrer Großmutter Ilse begleitet und stand – gemeinsam mit ihrer Familie – oftmals hilflos vor den Veränderungen, die mit der geliebten Großmutter geschehen sind. Dies war ein Wendepunkt im Leben der Moderatorin. Sie ließ sich in der Pflege schulen und lernte von den Besten, die im Themenbereich Demenz versiert sind.

Heraus kam das wunderbares Konzept „Ilses weite Welt“ Es besteht im Wesentlichen aus Filmen, die es so bisher nicht gab. Bewusst langsamer gefilmt, sehr viel langsamer als alles, was man aus Film und Fernsehen kennen. Alltagshandlungen wie Kinder im Tierpark, Haushalts- und Alltagserleben werden in Echtzeit eingefangen.

Handzettel für Facebook

Dazu gab es Materialien, die behutsam das Erinnern fördern und zugleich den Dialog mit den erkrankten Menschen wieder ermöglichen.

Der Vortrag richtete sich sowohl an Pflegeprofis als auch an pflegende Angehörige: „Ich weiß nur zu gut, wie schwierig es für eine Familie ist, wenn das Gefühl wächst, zu den Lieben nicht mehr vorzudringen und sie damit ein Stück weit zu verlieren. Da sind viele Emotionen im Spiel und eine große Hilflosigkeit – gerade im privaten Umfeld. Genau da setzen wir mit unseren Hilfsangeboten an.“

 

Auftakt bei “Keine Chance für Stolperfallen & Co!”

Der Weg in ein barrierefreies Zuhause: Veranstaltungsreihe zusammen mit der Bayerischen Architektenkammer in Bad Brückenau gestartet.

Der nächste Termin ist am 16. Mai 2018 im Rathaus in Münnerstadt

Dieser erste von insgesamt vier Abenden mit Vorher-/ Nachher-Beispielen richtete sich explizit an alle Altersgruppen. Ziel des Informationsabends ist es frühzeitig auf das Thema Wohnen ohne Barrieren aufmerksam zu machen. Je eher wir an später denken und mögliche Bau oder Umbauüberlegungen frühzeitig mit berücksichtigen, umso geringer ist der Handlungsdruck im konkreten Fall.

Barrierefreiheit geht alle an und bietet insbesondere in den eigenen vier Wänden nicht nur für ältere Menschen sondern auch für Familien und Menschen mit Handicap oder nach einem Unfall ein Plus an Komfort. Oft sind es eben ganz einfache Maßnahmen und Planungen, für die dieser Abend das Bewusstsein schärfen wollte. Denn teilweise mit einfachen Vorkehrungen können Stolperfallen entweder von Anfang an verhindert oder nachträglich aus dem Zuhause entfernt werden, damit die Bewohner im Fall des Falles gut zurechtkommen und am Ende ein Verbleib in den eigenen vier Wänden – so lange wie möglich – machbar ist. Das illustrierte an diesem Abend der Architekt Armin Kraus von der Bayerischen Architektenkammer anhand von Vorher-/ Nachher-Beispielen. Außerdem erhielten die Besucher Informationen zu Fördermöglichkeiten.

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Zugleich konnten die Besucher*innen an diesem Abend eigene Beispiele mitbringen und mit dem Vertreter der Bayerischen Architektenkammer besprechen. Dies wurde auch in rege getan. So wurden die Ausführungen des Architekten immer wieder von Fragen der Besucher und kurzen Austauschen untereinander durchbrochen. Das gab dem Info-Abend einen unterhaltsamen und lockeren Rahmen. Es gab manchmal einfache Lösungsideen , die teilweise anderen Teilnehmer*innen weiterhelfen konnten.

Doch nach dem Auftakt ist noch lange nicht Schluss: Die gemeinsame Veranstaltungsreihe der Projektmanagements Demographie und Mitten im Ort des Landkreises Bad Kissingen machen als nächstes Station in Münnerstadt (16.05.2018)/ Rathaus, Hammelburg (20.06.2018)/ Markthalle  und Bad Kissingen/ Pavillon der Sparkasse (25.07.2018) – jeweils von 18.00-20.00 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei!

Die beiden Projektmanagements werden über das Regionalmanagement gefördert durch das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Rink: tel. 0971/8015201.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und der Arbeit der Projektmanagements gibt es auf www.zukunft-landkreis-badkissingen.de und www.immobilien.landkreis-badkissingen.de.

 

 

 

 

 

 

„Demenz mit Leichtigkeit begegnen“ – Sophie Rosentreter live bei den Bad Kissinger Gesundheitstagen

Sophie Rosentreter, bekannt aus Medien und TV, kommt mit einer wichtigen Mission am 28.04.2018 nach Bad Kissingen: Sie berichtet von der Demenz ihrer Großmutter Ilse und ihrem eigenen Weg, dieser Erkrankung mit neuem Verständnis zu begegnen. Ein Erlebnis, das sie auf Einladung vom KompetenzNetzwerk Demenz schildert und das zu Tränen rührt, aber unter den Zuhörern auch Hoffnung verbreitet. Dazu verknüpft sie eigenes Erleben mit gewonnenem Know-how zu einem Konzept, das Angehörige stark macht und Pflegeprofis ermutigt.

Über neun Jahre begleitete sie die fortschreitende Demenz ihrer Großmutter Ilse und stand – gemeinsam mit ihrer Familie – oftmals hilflos vor den Veränderungen, die mit der geliebten Großmutter geschahen. Dies war ein Wendepunkt im Leben der Moderatorin. Sie ließ sich in der Pflege schulen und lernte von den Besten, die im Themenbereich Demenz versiert sind.

Heraus kam das wunderbares Konzept „Ilses weite Welt“ Es besteht im Wesentlichen aus Filmen, die es so bisher nicht gab. Bewusst langsamer gefilmt, sehr viel langsamer als alles, was man aus Film und Fernsehen kennen. Alltagshandlungen wie Kinder im Tierpark, Haushalts- und Alltagserleben werden in Echtzeit eingefangen.

Dazu gibt es Materialien, die behutsam das Erinnern fördern und zugleich den Dialog mit den erkrankten Menschen wieder ermöglichen.

Das Konzept richtet sich sowohl an Pflegeprofis als auch an pflegende Angehörige: „Ich weiß nur zu gut, wie schwierig es für eine Familie ist, wenn das Gefühl wächst, zu den Lieben nicht mehr vorzudringen und sie damit ein Stück weit zu verlieren. Da sind viele Emotionen im Spiel und eine große Hilflosigkeit – gerade im privaten Umfeld. Genau da setzen wir mit unseren Hilfsangeboten an.“

Der Vortrag wird gesponsert vom KompetenzNetzwerk Demenz im Landkreis Bad Kissingen, das an diesem Tag mit einem eigenen Stand (Stand 10 in der Wandelhalle) seinen neuen Demenzwegweiser und seine Veranstaltungsreihe vorstellt. Der Vortrag ist kostenfrei, am Samstag 28.04.2018, um 11 Uhr im Rossini Saal in Bad Kissingen.

Hintergrund: In dem Bestreben einer besseren Versorgung von Menschen mit Demenz und ihrer Angehörigen arbeiten im KompetenzNetzwerk Demenz Ärzte, Pflegeinrichtungen, Kliniken, ambulante Dienste, Sozialstationen und Wohlfahrtsverbände sowie Vereine, Pfarreien und die Seniorenbeauftragten der Kommunen zusammen.

Ziel ist es, ein stabiles und funktionierendes Netzwerk zu etablieren, indem Akteure die Gelegenheit zum Fach- und Erfahrungsaustausch haben, die Gelegenheit zum Wissenszuwachs sowie die Möglichkeit zur gegenseitigen Wertschätzung ihrer Arbeit.

Ganz neu ist die Entwicklung eines Demenzwegweisers sowie einer Veranstaltungsreihe für die Öffentlichkeit.

Träger ist der Landkreis Bad Kissingen.

Kontakt: Antje Rink, 0971.801 5201, antje.rink@landkreis-badkissingen.de

https://www.facebook.com/Demenznetzwerk/

www.zukunft-landkreis-badkissingen.de

 

 

 

 

 

Keine Chance für Stolperfallen & Co! – Infos und Fördertipps mit der Bayerischen Architektenkammer

Dieser Abend mit Vorher-/ Nachher-Beispielen richtet sich explizit an alle Altersgruppen. Es soll frühzeitig auf das Thema Wohnen ohne Barrieren aufmerksam gemacht werden. Je früher man nämlich an später denkt und mögliche Bau oder Umbauüberlegungen schon bald mit berücksichtigt, um so geringer ist der Handlungsdruck im konkreten Fall. Barrierefreiheit geht alle an und bietet insbesondere in den eigenen vier Wänden nicht nur für ältere Menschen sondern auch für Familien und Menschen mit Handicap oder nach einem Unfall ein Plus an Komfort. Oft sind es eben ganz einfache Maßnahmen und Planungen, für die dieser Abend das Bewusstsein schärfen möchte.

Teilweise mit einfachen Vorkehrungen können Sie Stolperfallen entweder von Anfang an verhindern oder nachträglich aus Ihrem Zuhause entfernen lassen, damit sie im Fall des Falles gut zurechtkommen und am Ende ein Verbleib in den eigenen vier Wänden – so lange wie möglich – machbar ist. Zugleich können Sie zu diesem Abend eigene Beispiele mitbringen und mit einem Vertreter der Bayerischen Architektenkammer besprechen. Die Lösungsideen helfen ggf. auch den anderen Besuchern weiter. Hierfür macht die gemeinsame Veranstaltungsreihe der Projektmanagements Demographie und Mitten im Ort Station in Bad Brückenau (24.04.18), Münnerstadt(16.05.2018), Hammelburg (20.06.2018) und Bad Kissingen (25.07.2018) – jeweils von 18.00-20.00 Uhr.

An diesem Abend gibt der Architekt Armin Kraus von der Bayerischen Architektenkammer Vorher- /Nachher-Beispiele und die Besucher erhalten Informationen zu Fördermöglichkeiten.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Projektmanagement Demographie: tel. 0971/8015201.

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