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„Demenz – annehmen und verstehen“ – Neue Vortragsreihe startet

(Münnerstadt, 15.06.2018). Was tun, wenn ein geliebter Mensch an einer Form der Demenz erkrankt – häufig ist es die Alzheimerkrankheit. Am Anfang ist alles sehr Scham behaftet. Der oder die Betroffene merkt, etwas stimmt nicht und möchte es gern vertuschen beziehungsweise überspielen. Die Angehörigen reagieren zunächst unerfahren und ängstlich. Sie versuchen zu verstehen und können doch die Wirklichkeit des erkrankten Menschen nicht sehen. Am Ende sind sie damit beschäftigt, körperlich und emotional zu überleben.

Damit Angehörige und Betroffene ein bessere Vorstellung von dem erhalten, was diese Krankheit für beide Seiten bewirkt und wie man möglichst positiv damit umgeht, hat das KompetenzNetzwerk Demenz eine Vortragsreihe aufgelegt, mit der es in die Fläche zu den Interessierten vor Ort kommen möchte. Auftakt machte der Vortrag in Münnerstadt am Donnerstag, 14. Juni um 19.00 Uhr im Pflegeheim St. Elisabeth. Hier erhielten Angehörige und Betroffene Informationen darüber, was die Krankheit für den betroffenen Menschen selbst als auch seine pflegenden Angehörigen bedeutet, was das für das Leben zuhause heißt und inwiefern „Verstehen“ und „Annehmen“ möglichen Konflikten im Umgang miteinander vorbeugen können. Die Referentin, Monika Dürr, von der Fachstelle für pflegende Angehörige erhielt viel Lob vom Publikum, weil sie es schaffte viele Informationen zu filtern und für den Laien als auch für anwesende Fachleute verständlich zu erläutern und mitfühlend zu präsentieren.

Der Vortrag richtete sich sowohl an Laien als auch an Profis, denn wenn einen das Gefühl der Frustration früher oder später trifft, ist es oft hilfreich, sich noch einmal die Ursachen vor Augen zu führen, den Krankheitsstand zu verstehen und den Menschen gegenüber in seiner Wirklichkeit anzunehmen, d.h. die Welt durch seine oder ihre Augen zu sehen.

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